Google KI-Modus: Was der AI Mode für Websites ändert
Das Wichtigste in Kürze
- Der KI-Modus (AI Mode) ist ein Reiter der Google Suche, der Fragen im Dialog mit Links beantwortet. In Deutschland startete er am 8. Oktober 2025.
- Laut Google zerlegt der KI-Modus jede Frage in Teilthemen und sucht dazu parallel. Deshalb kann eine Seite für eine Teilfrage verlinkt werden.
- Die AI Overviews erscheinen von selbst über den Treffern. Den KI-Modus öffnet die Nutzerin bewusst, und er ersetzt die Trefferliste.
- Als Quelle kommt jede indexierte Seite infrage, die ein Snippet zeigen darf. Weitere technische Anforderungen nennt Google Stand September 2026 nicht.
- Seit dem 31. August 2026 hat jede Website Zugang zum Search-Console-Bericht zu generativen KI-Funktionen. Er zeigt nur Impressionen.
- Laut Googles Leitfaden sind llms.txt, zerlegte Texte und künstlich erzeugte Erwähnungen für die Google Suche unnötig (Stand Juli 2026).
- Fragen im KI-Modus sind laut Google zwei- bis dreimal so lang wie übliche Suchanfragen (Stand Oktober 2025).
Der KI-Modus ist die Dialogsuche von Google. Er beantwortet eine Frage mit einem zusammenhängenden Text, verlinkt die Seiten, aus denen die Antwort stammt, und nimmt Folgefragen an. International heißt er AI Mode. Für dich als Website-Betreiber zählt vor allem eine Frage: Wird deine Seite dort als Quelle verlinkt, und woran erkennst du das?
Was der KI-Modus ist
Google hat den KI-Modus am 8. Oktober 2025 in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeführt. Das steht in der Ankündigung im Google-Blog. Er läuft auf einer für die Suche angepassten Version der Gemini-Modelle. Aufrufen lässt er sich über den Reiter „KI-Modus“ neben „Alle“, über die Google-Startseite und in der Google App.
Drei Eigenschaften unterscheiden ihn von der klassischen Suche:
- Die Antwort ersetzt die Trefferliste. Nur wenn das System unsicher ist, zeigt Google dort laut eigener Aussage normale Suchergebnisse.
- Folgefragen behalten den Zusammenhang. Wer nachfragt, muss die erste Frage nicht wiederholen.
- Die Fragen werden länger. Google berichtet, dass frühe Nutzer Fragen stellen, die zwei- bis dreimal so lang sind wie übliche Suchanfragen.
Stand Juni 2026 nennt Google für den KI-Modus mehr als eine Milliarde Nutzer im Monat. Seit dem 27. Januar 2026 führt außerdem eine Folgefrage in einer AI Overview auf dem Handy direkt in den KI-Modus. Die beiden Oberflächen wachsen damit zusammen.
KI-Modus und AI Overviews im Vergleich
Beide Funktionen greifen auf den Google-Index zu und verlinken ihre Quellen. Der Unterschied liegt darin, wann sie erscheinen und wie die Antwort gebaut ist.
| Merkmal (Stand September 2026) | Übersicht mit KI (AI Overviews) | KI-Modus (AI Mode) |
|---|---|---|
| In Deutschland seit | März 2025 | 8. Oktober 2025 |
| Wann sie erscheint | von selbst über den Treffern | nur nach Aufruf über Reiter oder App |
| Trefferliste | bleibt darunter sichtbar | wird durch die Antwort ersetzt |
| Folgefragen | mobil als Übergang in den KI-Modus | Kern der Funktion |
| Auffächern der Suchanfrage | möglich | möglich |
| Modell laut Google | Gemini 3 seit Januar 2026 | angepasste Gemini-Version |
| Nutzer pro Monat laut Google | über 2,5 Milliarden | über 1 Milliarde |
| Position in der Search Console | alle Links teilen sich eine Position | Positionen wie auf einer Ergebnisseite |
| Quellenwechsel laut SISTRIX | 53 % der Prompts ohne Wechsel in 17 Wochen | rund 46 % neue Domains je Woche |
| Anforderung an deine Seite | indexiert und snippetfähig | indexiert und snippetfähig |
Google schreibt in seiner Dokumentation, dass beide Funktionen unterschiedliche Modelle und Verfahren nutzen können. Deshalb unterscheiden sich die verlinkten Quellen auch bei derselben Frage. Wie du in die Übersichten über den Treffern kommst, steht in der Anleitung zu Google AI Overviews.
Wie der KI-Modus Suchanfragen auffächert
Google nennt das Verfahren im deutschen Blog „Query-Fan-Out“ und im Leitfaden „parallele Anfrageverarbeitung“. Das Modell zerlegt die Frage in Unterthemen, stellt dazu gleichzeitig eigene Suchanfragen und baut aus deren Ergebnissen die Antwort. Googles eigenes Beispiel im Leitfaden: Aus der Frage, wie man einen verunkrauteten Rasen repariert, werden Suchen nach Herbiziden, nach Unkrautentfernung ohne Chemie und nach Vorbeugung.
Für eine Seite heißt das: Sie kann für eine Teilfrage verlinkt werden, die niemand so eingetippt hat. Ein Beispiel ist eine Frage, die in unserer eigenen Search Console auftaucht: „welche rolle spielen strukturierte daten (json-ld / schema.org) für die sichtbarkeit in ki-generierten antworten und wo sind ihre grenzen?“ Die Teilsuchen in der Tabelle sind eine Veranschaulichung. Welche Suchen Google im Einzelfall startet, veröffentlicht Google nicht.
| Mögliche Teilsuche | Seitentyp, der sie beantwortet |
|---|---|
| was ist json-ld | Einführung in strukturierte Daten |
| braucht google schema markup für ki-übersichten | Google-Dokumentation |
| json-ld beispiel organization | Anleitung mit Code |
| grenzen strukturierter daten für ki | Fachartikel mit Einordnung |
Wie aus solchen Teilfragen eine Übersicht mit mehreren Quellen entsteht, zeigt die Grafik im Artikel zu den AI Overviews. Im KI-Modus kommt eine Stufe hinzu. Jede Folgefrage startet eine neue Runde von Teilsuchen, und die Search Console zählt sie als neue Suchanfrage.
Lange Fragen in der eigenen Search Console
In der Search Console von seo-copilot.de erscheinen seit dem Sommer 2026 Suchanfragen, die wie Prompts klingen. Drei Beispiele aus dem Zeitraum vom 26. Juni bis 24. September 2026:
- „wie bekommt ein mittelständisches unternehmen einen wikipedia-eintrag, und was sind die häufigsten gründe, warum solche einträge gelöscht werden?“ mit 119 Impressionen
- „welche rolle spielen strukturierte daten (json-ld / schema.org) für die sichtbarkeit in ki-generierten antworten und wo sind ihre grenzen?“ auf Position 8
- „bringt eine llms.txt-datei auf der website etwas für die ki-sichtbarkeit, oder ist das ein mythos?“
Ob diese Impressionen aus dem KI-Modus, aus einer AI Overview oder aus der klassischen Trefferliste stammen, zeigt die Search Console nicht. Der normale Leistungsbericht mischt alle drei im Suchtyp „Web“, und der neue Bericht zu generativen KI-Funktionen enthält keine Suchanfragen. Meine Einschätzung: Viele Menschen tippen inzwischen in Google so, wie sie mit ChatGPT schreiben. Für die Themenplanung sind solche Fragen deshalb wertvoller als die Keyword-Liste eines Tools. In keinem Keyword-Tool gibt's für diese Formulierungen ein Suchvolumen.
Voraussetzungen laut Google
Die Seite zur Optimierung für generative KI-Funktionen auf developers.google.com nennt Stand September 2026 zwei Bedingungen. Die Seite muss indexiert sein und in der Google Suche mit einem Snippet erscheinen dürfen. Außerdem muss die Website in der Search Console in die generativen KI-Funktionen einbezogen sein.
Die zweite Bedingung klingt nach Anmeldung. Laut der Search-Console-Hilfe zur Freigabe für generative KI ist die Einbeziehung aber die Standardeinstellung jeder Property. Du findest sie unter Einstellungen im Bereich „Generative KI in der Google Suche“. Seit dem 31. August 2026 hat Google die Einstellung nach eigener Angabe für alle Websites weltweit freigeschaltet.
| Einstellung | Wirkung laut Google |
|---|---|
| Links und Inhalte einbeziehen | Standard; Seiten können verlinkt werden und Antworten fundieren |
| Links und Inhalte ausschließen | Die Website erscheint nicht mehr in KI-Modus, AI Overviews und Discover-KI. |
| Von übergeordneter Property übernehmen | Standard für Unterverzeichnisse und Subdomains |
Ein Ausschluss greift laut Hilfe meist nach ein bis zwei Tagen. Google nutzt die Einstellung nicht als Ranking-Signal für die übrige Suche. Das Training von KI-Modellen steuert sie ebenfalls nicht. Dafür bleibt Google-Extended in der robots.txt zuständig.
Messung im Leistungsbericht der Search Console
Zwei Berichte zeigen Daten aus dem KI-Modus. Beide messen etwas anderes.
| Frage | Leistungsbericht, Suchtyp „Web“ | Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen |
|---|---|---|
| Enthält Daten aus dem KI-Modus | ja; vermischt mit allen anderen Treffern | ja; zusammen mit AI Overviews |
| Klicks | ja | nein |
| Impressionen | ja | ja |
| Suchanfragen | ja | nein |
| Seiten; Länder; Geräte; Zeitraum | ja | ja |
| Seit wann | seit Beginn | seit 3. Juni 2026; weltweit seit 31. August 2026 |
Für den KI-Modus gelten im normalen Bericht die üblichen Regeln. Ein Klick auf einen Link zählt als Klick, die Position folgt der Logik einer Ergebnisseite, und eine Folgefrage gilt als neue Suchanfrage. Fehlt der neue Bericht in deiner Property, hat die Website laut Google zu wenige Impressionen in KI-Funktionen, oder sie ist ausgeschlossen.
Ich empfehle, den neuen Bericht einmal im Monat nach Seiten zu lesen. Wenn eine Seite dort viele Impressionen hat und im normalen Bericht bei gleicher Position weniger Klicks bekommt, beantwortet die KI-Antwort die Frage offenbar vollständig. Solche Seiten bekommen dann einen Anlass zum Klick, etwa eine Vorlage, einen Rechner oder eigene Zahlen. Was sich außerhalb von Google messen lässt, steht im Artikel zur Messung von KI-Sichtbarkeit.
Was Website-Betreiber anpassen
Google schreibt im Leitfaden, dass die bekannten SEO-Grundlagen auch für den KI-Modus gelten. Daraus ergibt sich eine kurze Liste, die du Seite für Seite prüfen kannst.
- 01Indexierung und Snippet prüfen. Die URL-Prüfung der Search Console zeigt, ob eine Seite im Index ist. Ein
nosnippetodermax-snippet:0schließt sie aus KI-Antworten aus. - 02Crawling an allen Stellen erlauben. Google nennt die robots.txt und ausdrücklich auch CDN und Hosting. Eine Firewall, die Googlebot drosselt, kostet Sichtbarkeit ohne Fehlermeldung.
- 03Eigene Erfahrung und eigene Zahlen liefern. Google empfiehlt Inhalte, die über Allgemeinwissen hinausgehen. Ein Erfahrungsbericht mit Kosten ist dort mehr wert als sieben allgemeine Tipps.
- 04Folgefragen auf derselben Seite beantworten. Wer nach dem Preis fragt, fragt als Nächstes nach Dauer oder Ablauf. Eine Seite, die beides enthält, passt auch zur zweiten Runde von Teilsuchen.
- 05Unternehmensprofil und Merchant Center pflegen. KI-Antworten können laut Google Angaben zu lokalen Unternehmen und Produkten enthalten.
- 06Strukturierte Daten nur passend zum sichtbaren Text einsetzen. Google verlangt kein spezielles Markup für KI-Funktionen.
Punkt 4 halte ich beim KI-Modus für den stärksten Hebel. Der KI-Modus ist ein Gespräch, und eine Seite, die nur die Einstiegsfrage beantwortet, kann nach der ersten Folgefrage aus der Antwort fallen.
Was sich laut Google nicht lohnt
Googles Leitfaden enthält einen eigenen Abschnitt zu Maßnahmen, die du für die Google Suche ignorieren kannst. Die Seite wurde zuletzt am 10. Juli 2026 aktualisiert.
| Maßnahme | Aussage im Google-Leitfaden | Einordnung |
|---|---|---|
| llms.txt und andere KI-Dateien | Die Google Suche verwendet sie nicht. | Für andere KI-Systeme kann die Datei nützen. Mehr dazu im Artikel zur llms.txt. |
| Inhalte in kleine Abschnitte zerlegen | Google versteht mehrere Themen auf einer Seite. Eine ideale Länge gibt es nicht. | Zwischenüberschriften für Leser bleiben sinnvoll. |
| Texte nur für KI umschreiben | Die Systeme verstehen Synonyme und Bedeutung. | Varianten jeder Formulierung sind unnötig. |
| Unauthentische Erwähnungen erzeugen | Der Nutzen ist geringer als erwartet. Spam-Systeme filtern solche Erwähnungen. | Echte Erwähnungen in Presse und Foren zählen weiter. |
| Spezielles Schema-Markup | Für KI-Funktionen nicht erforderlich. | Für Rich Results weiter nützlich. |
| Eine Seite je Teilsuche anlegen | Kann gegen die Spam-Richtlinie zu massenhaft erzeugten Inhalten verstoßen. | Eine gründliche Seite je Thema reicht. |
Die letzte Zeile steht in keinem der Ratgeber, die ich für diesen Artikel gelesen habe. Ich halte sie trotzdem für wichtig, weil das Auffächern der Suchanfrage genau zu dieser Idee verleitet. Google warnt im selben Leitfaden auch vor Tools, die angeblich interne Google-Daten nutzen. Laut Google hat kein Drittanbieter Zugriff darauf.
Wo die Arbeit für den KI-Modus der klassischen Suchmaschinenoptimierung gleicht und wo GEO darüber hinausgeht, ordnet GEO vs. SEO ein. Den Überblick über alle KI-Oberflächen findest du im Bereich KI-Sichtbarkeit. Den KI-Modus selbst misst unser Check nicht. Er fragt Stand September 2026 das Modell Claude ab. Wenn du wissen willst, wie eine KI außerhalb von Google über dich spricht, kannst du mit dem Check deine KI-Sichtbarkeit prüfen.
Rankings hängen von Faktoren ab, die sich einzeln nicht garantieren lassen. Dieser Beitrag beschreibt ein Vorgehen und sichert keine Ergebnisse zu.
Häufige Fragen
Welchen KI-Modus nutzt Google?
Google nutzt im KI-Modus eine für die Suche angepasste Version seiner Gemini-Modelle. Die Übersichten mit KI laufen laut Google seit dem 27. Januar 2026 weltweit mit Gemini 3. Für Website-Betreiber hat die Modellversion kaum Bedeutung. Entscheidend bleibt, dass die Seite indexiert ist, ein Snippet zeigen darf und eine Teilfrage besser beantwortet als andere Seiten.
Wird SEO durch KI ersetzt?
Nach Googles eigener Aussage bleibt SEO die Grundlage. Der KI-Modus holt seine Quellen über die normalen Ranking- und Qualitätssysteme aus dem Google-Index. Wer dort nicht auffindbar ist, wird auch im KI-Modus nicht verlinkt. Es verschiebt sich der Erfolgsmaßstab. Neben dem Klick zählt die Nennung als Quelle, und dafür gibt es seit Juni 2026 einen eigenen Bericht in der Search Console.
Wie funktioniert der KI-Modus von Google?
Der KI-Modus zerlegt eine Frage in Unterthemen, startet für jedes eine eigene Suche im Google-Index und fasst die Ergebnisse zu einer Antwort mit Links zusammen. Dieses Verfahren heißt Query Fan-out. Stellt die Nutzerin eine Folgefrage, beginnt der Vorgang mit dem bisherigen Zusammenhang neu. Die Search Console zählt diese Folgefrage als eigene Suchanfrage.
Kann ich meine Website aus dem KI-Modus ausschließen?
Ja, das geht über die Einstellung „Generative KI in der Google Suche“ in der Search Console. Sie steht seit dem 31. August 2026 allen Websites zur Verfügung. Der Ausschluss gilt zugleich für AI Overviews und die KI-Funktionen in Discover und wirkt meist nach ein bis zwei Tagen. Die normalen Suchergebnisse bleiben davon laut Google unberührt. Einzelne Absätze schließt du mit data-nosnippet aus.
Den KI-Modus misst der Check nicht. Er zeigt dir, ob Claude deine Website kennt und empfiehlt, und prüft dazu Technik, Landingpage und Entität.
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